Nachdem die beiden Organisatoren sich angesichts der anfänglich hohen Absagequote schon fast gefreut hatten die Pokale unter sich auszuspielen J, fanden sich immerhin 22 siegeshungrige Männer in der Halle ein.

Die Vereinsmeisterschaft verzeichnete 2 beachtenswerte Novitäten. Zum einen nahmen erstmals die Jugendlichen an der Erwachsenenkonkurrenz teil. Die 5 Jugendlichen schlugen sich allesamt wacker und belebten den Wettbewerb. Der „junge“ Tobias Ziemer verhalf dem „alten“ Thomas Rompczyk sogar zu seinem ersten Sieg in der Doppelkonkurrenz. Zum anderen war diesmal erstmals kein „voller“ Meyer anwesend. Ob fehlende Zuversicht in die eigene Stärke oder eine vermeintliche Verletzung bzw. Urlaub dazu führten, wird wohl immer ungeklärt bleiben. So nahm mit Jürgen Sprekelmeyer diesmal nur ein „halber“ Meyer an der Konkurrenz teil. Durch seinen dritten Platz in der Einzelkonkurrenz blieb der Name „Meyer“ so dennoch in der Siegerliste enthalten.

Daneben gab noch eine dritte Besonderheit. Der schon verschollen geglaubte Oliver Wolter tauchte wie aus dem Nichts in der Halle auf. Und obwohl sein Schläger in den letzten Jahren deutlich Staub angesetzt hat, hat er das Spiel mit dem kleinen Ball nicht ganz verlernt. Gleich in seinem ersten Spiel nach der langen Pause trotzte er dem im letzten Jahr mit 0:12 Sätzen leicht unter Form spielenden verkannten Talent der neuen vierten Mannschaft immerhin fünf Sätze ab. Auch einer der beiden Ex-Stars der 1. Mannschaft, Heribert Seubert, der den Schläger inzwischen an den Nagel gehängt hat, gab eine kurze Stippvisite, bereicherte die Konkurrenz jedoch leider nicht.

In der Einzelkonkurrenz lagen der 1. Platz von Thomas Rompczyk sowie der 3. Platz von Jürgen Sprekelmeyer noch im Rahmen der Erwartungen. Der 2. Platz des in den letzten Jahren oftmals an seinem Anti und seiner Nervosität gescheiterten Dirk Werner verblüffte hingegen alle Teilnehmer. So stellt man sich die Frage nach dem Grund des plötzlichen Erfolgs. Die durch das erst kürzlich erworbene Präsidentenamt neu gewonnene Macht hat wohl keinen seiner Gegner merklich eingeschüchtert. So liegt die Hauptursache für die Leistungsexplosion wohl in einer unbeabsichtigten neuen Form des Dopings. Nach einer durch ein widerspenstiges Gerstenkorn verursachten kleinen OP an seinem Augenlied klagte Dirk, mit dem behandelten Auge nur schleiererhaft sehen zu können. Wir wollen uns lieber nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn beide Augen ... .

Auch die Doppelkonkurrenz verlief angesichts des bewährten Systems, den in der Setzliste höher eingestuften Spielern einen niedriger eingestuften Kollegen zuzulosen, recht spannend. Im Finale konnten sich Thomas Rompczyk und Tobias Ziemer gegen Olaf Schindler und Thomas Reis durchsetzen. Von seinem Glück über den bei seiner ersten Teilnahme großartigen Erfolg beseelt kündigte Thomas daraufhin als erster seine verbindliche Teilnahme an der Weihnachtsfeier an, um die noch fehlende Silbermedaille sowie den Siegerscheck in Empfang nehmen zu können. Den dritten Platz belegte das Duo Ralph Heimings und Ede Ewald, was das erfolgreiche Zusammenwachsen von „Fickers Kortuna“ eindrucksvoll bestätigt.

Auch Olafs Grill konnte trotz des zwischenzeitlich heftigen Regens angeworfen werden, so dass sich die Spieler neben den vorhandenen Leckereien am Buffet auch mit frisch gegrilltem Fleischgut stärken konnten. Pünktlich zur Siegerehrung war auch der gesamte Bierbestand vertilgt. An dem danach wieder aufgefüllten Vorrat des gelben Goldes beteiligten sich leider nur noch 4 Spieler. Die durch vielfältige anderweitige Termine bedingte geringe „Trunkenheitsquote“ bleibt aber der einzige kleine Wehrmutstropfen des wie ich finde doch wieder recht schönen Vereinsevents. Enno Kühn

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